Genuine Kelims und genuine Teppiche mit ihrer spirituellen Kraft, ihren abstrakten Mustern und expressiven Farben entsprechen moderner Geisteswelt und zeitgemäßer Wohnkultur. Nomaden, so wie sie mit ihren Teppichen und Kelims lebten und leben, haben mit modernen Künstlern das gemeinsame Ziel: Leben und Kunst sollen Eins sein!

Kelim Plus Art - Galerie Bäumer

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Im Rahmen visueller Ausstellungen werden hier in temporärer Folge alte und antike Teppiche, Kelims und Textilien orientalischer Knüpf- und Webkunst, aus privater Sammlung vorgestellt (ohne Verkauf). Eine Besichtigung der Objekte ist nach Absprache möglich. Scrollen Sie weiter!


Gabbeh, 172 x 120 cm, Nomadenarbeit der Ghashgai-Stämme , Südwest-Iran, handgeknüpfter Florteppich aus Schafswolle, 1. Hälfte 19. Jhdt., konservatorisch überarbeitetes Fragment auf Leinen genäht

Wortloses Staunen über die wundervollen abraschierenden Farben und der Reiz vielfältiger Interpretation dieses sparsam gestalteten Fragments, befriedigen Emotionen und Intellekt gleichermaßen. Lange bevor westliche Künstler sich zur modernen Kunst hin entwickelten, waren es Nomaden, die in ihrer naturidentischen und von Mythen durchwobenen Lebensweise eine abstrakte Formensprache entwickelten. Sie ermöglichte es, ihren Lebensraum, täglichen und besonderen Ereignissen, Hoffnungen und Wünschen und ihrer vom  Schamanismus geprägten Gläubigkeit Ausdruck zu verleihen. In diesem Sinne verbergen sich auch in den einfachsten Details symbolische Inhalte, die nahezu piktografisch von allen Beteiligten verstanden wurden. Dieser tiefere Inhalt ist es, den dieser doch so scheinbar simple Teppich wirkungsvoll ausdrückt.
Wie viele andere Teppiche dieser Gruppe ist auch dieses Stück während seiner Herstellung mit dem  täglichen Leben seiner Knüpferin verbunden, es zu wiederholen, wäre selbst ihr nicht möglich.
Da es sich um ein Unikat handelt, ist ein direkter Literaturvergleich nicht möglich. Alte Gabbehs mit vergleichbarem Anspruch finden sich bei
"Gabbeh, Art Underfoot" Parviz Tanavoli, 2004, ISBN 964-306-297-X

 


Anatolisches Kelimfragment, Mitte 19. Jahrhundert, ca. 147 x 73 cm (Fragmentmaß),
Teilstück eines ehemals zweibahnigen Kelims, aus der Region Gazian-Malatya,
Südost-Anatolien.

Mehrfach gelappte, polygone Medaillons liegen freigestellt auf weißem Grund. Eingestreute, sehr fein gezeichnete Symbolformen bereichern die seitliche freie Fläche. Ein Zackenband mit daraus hervorgehenden Doppelhörnern bildet den seitlichen Abschluss. An der Kopfseite abschliessend eine Trapezranke mit intermittierenden Bäumchen. Die Größe des Fragmentes mit dem Erhalt der Längs- und Kopfkante erlaubt uns den Blick auf den ursprünglich vollständigen Teppich. Da auch die Innnenkante original (nicht geschnitten) ist, lassen sich für den ehemals ganzen Kelim fünf Medaillonreihen und eine Breite von ca. 140 cm feststellen.
Der besondere elfenbeinweisse Fond wurde durch die Verwendung von Schussfäden aus  verzwirnten Schafs- und weißen Baumwollfäden möglich. Mit Freistellung der Medaillons auf  weißem Grund, der sehr feinen Webstruktur und dem vielfältig nuancierten Farbbild mit grünen, violetten und petrolblauen Tönen ist ein wahres Kleinod erhalten geblieben.


Hotamis-Kelim
aus der Ortschaft Hotamis und Umgebung, Zentralsüd-Anatolien, Region Konya, 19. Jhdt.,
404 x 180 cm. Ein Flachgewebe-Teppich in Kelimtechnik mit Schussrebsbindung in sehr gutem, restauriertem Zustand, handgewebt aus Schafwolle von Yörüken, Nomaden, Halbnomaden, ländliche Bewohner, Nachfahren in alter Zeit eingewandeter, zentralasiatischer Turkmenen-Stämme. Auf rotem abraschierendem Grund sechs aneinander gefügte Hexagone mit seitlichem „Widderhornbesatz“. Das Hexagon im Einzelnen baut sich aus einem  inneren Rautenkern auf, der sich  mehrfach bis zum äußeren Hexagon mit weißer Umrandung staffelt. Ein tiefbrauner Streifen mit gespiegelten Kelchformen bildet den Rahmen. An den Kopfseiten bildet je ein weißer Streifen mit gespiegelten Doppelhörnern den Abschluss.

Literatur, siehe und vergleiche:
„Yala, Form und Farbe in türkischer Textilkunst“, W. Brüggemann, Tafel 62, ISBN 3-88270-064-5
„Anatolische Kelim im Schloß Lembeck“ U. Türck, Tafel 6, ISBN 3-931326-01-2
„Flachgewebe Vakiflar-Museum Istanbul“ B. Balpinar, Tafel 35,
  ISBN 3-923185-02-2
„Der Kelim“ Y. Petsopoulos, Abb. 139,145,146, ISBN3-7913-0474-7

Die Bücher können vor Ort eingesehen werden.







Gabbeh-Knüpfteppich, ca 175 x 110 cm,
ein sehr alter Nomadenteppich aus West- Südwest-Iran, ncht mehr vollständig aber doch noch weitgehend erhalten. Publizierte Stücke mit Annäherungen an diesen urachaischen Teppich, von denen einige bis ins späte 19. Jhdt. datiert werden, weisen darauf hin, dass dieses Exemplar um einige Generationen früher ein zu ordnen ist, vermutlich noch ins 18., spätestens ins frühe 19. Jahrhundert.
Die Wiedergabe einer Zisterne umlagert von Horntieren in extrem geomerisierter Form, ohne jegliches Beiwerk, weisen auf die besondere Symbolik dieses Teppichs und auf die Zeit in der diese Symbolik täglich gelebt wurde, hin. Als das Nomadentum im Laufe des 19. Jhdt. weniger wurde, verlor auch diese nomadensprachliche Aussage zunehmend an Bedeutung. Spätere Stücke wurden dekorativer und der ursächliche Inhalt zum musterbildenden Beiwerk.

Literatur
"GABBEH", G:D. Bornet, Georges D. Bornet Sammlung, Teil 3, Abb. 56,57,58, 59,60,
ISBN 3-9520185-1-1
Die abgebildeten Exemplare zeigen späte Stücke dieser Gattung ab 1880 bis 1950,
In der Musterbenennung als  "Gehörnte Raute", "Gehörtes Rechteck" bezeichnuet.



Konya-Teppichfragment
songenannter "Memling-Teppich", 274 x 102 cm, 18.-19. Jhdt.

Wenn auch fragmentarisch erhalten, so lässt der Teppich doch erkennen, wie er  einmal
ausgesehen hat. Der Teppich gehört zu der Gruppe der "gelbgrundigen Konya-Teppiche". Auf gelbem Grund befinden sich zwei Reihen freistehender, hakenbesetzeter Oktogone, benannt nach dem Maler Hans Memling (15.Jhdt.) "Memling-Göl", auf dessen Stilleben-Bildern in den Tischteppichabbildungen dieses Motiv zu sehen ist. 
Ein Streifen mit Flechtbandknoten umrahmt das Mittelfeld. An einer Kopfseite folgt ein Balken mit aneinandergereihten Pfeilspitzen, interessanter Weise befinden sich diese Pfeilspitzen auf der anderen Seite innerhalb des Rahmens am Ende des Mittelfeldes. An den Länsseiten sind noch Reste eines ehemaligen, schmalen Saumbandes zu erkennen. Es ist zu vermuten, dass an den Kopfseiten ein schmales Kelimgewebe folgte, aus dem dann die Fransen (Ketten) hervortraten. Die Ikonografi dieses Teppichs spiegels uralte überlieferte Nomadensymbolk wider, die in alter Zeit mit der Einwanderung zentralasiatischer Nomaden nach Aanatolien gelangt ist.

Liteatur, siehe vergleiche:
"ORIENT STARS eine Teppichsammlung", Kirchheim-Sammlung,, die gelbgrundigen Konya-Teppiche von Frierich Spuhler, S. 186 - 229, ISBN 0 95116199 7 7
(die wohl umfassenste, und bedeutenste Sammlung anatolischer Nomadenteppiche)


Kelim und Gabbehs Teppiche im Raum Köln/Düsseldorf

Liquidationsverkauf mit Rabatten auf den Warenbestand der lagernden Kelims sowie persischen alten und antiken Gabbehs/Gabbehfragmenten.

Unser Lager umfasst genuine Teppiche der asiatisch-orientalischen Nomaden.

Liquidationsverkauf vom Kelimteppichen und Gabbehs mit Rabatten

Da wir unser Teppichgeschäft mit Standort Dormagen (Nähe: Neuss, Köln, Düsseldorf) schließen, bieten wir unsere Kelims zu günstigen Konditionen an.

Die originalen, authentischen Teppiche (persische Gabbehs, Orientteppiche) stammen aus Afghanistan, Turkmenistan, Türkei, Anatolien, Persien/Iran, Usbekistan. Unser Bestand umfasst auch weitere andere orientalische Knüpfarbeiten und Webarbeiten.